Team Amateur – endlich einfach

14. März 2014 von Autor/in: Jens  - 

Das ist hoffentlich ein feiner Track für euer Wochenende. Macht was draus!

Und JA, es ist der Typ, den ihr aus dem Fernsehen kennt und Ja, der kann gute Musik machen. ;-) Infos gibt es im Gesichtsbuch >>

Im Herbst kommt dann auch ihr erstes Album bei Berliner Label “Rummelplatzmusik” an den Start.

BANKS – Brain (Official Video)

13. März 2014 von Autor/in: Jens  - 

Ganz großer Pluckerpop! Ich mag solche Videos und diese Art von Musik sehr. Immer ein Stück drüber, aber das dann konsequent. Am Ende ist das weniger Konsens, als diese zurückgenommenen verkopften Songs und Videos. Groß!

PS: Ich bin inzwischen so alt, dass ich glaube, diese Art von Musik ist die Reinkarnation von Trip-Hop.

via kraftfuttermischwerk.de >>

der kleine doitsche klaus

12. Februar 2014 von Autor/in: Jens  - 

pünktlich aufstehn nach der uhr
kalt duschen
hart wie kruppstahl pur

ran an die arbeit
es wird geschafft
erbsen zählen
kollegen akurat die regeln lehren

das mittag
nach der stechuhr schlingen
neid und missgunst
unter leute bringen

nach dem job
am elend anderer weiden
sich selbst
mit der weißen weste kleiden

doitsche tugenden ums verrecken
immer neue vorurteile entdecken

ständig epische ziele stecken
aber nur das kleinklein checken

dauernd auf die nachbarn schielen
ganz genau auf die fehler zielen

nach bier und schwarzbrot schreien
ordentlich das doitsche ego feiern

abends
entspannt ins sofa pupen
dicke glotze
neunzig zoll
passend für die dicken hupen

und danach?
pünktlich ab ins bett
im kopf noch schnell
den rechten arm gestreckt

die gedanken sind frei
der klaus träumt vom großen heil

Die 10 wichtigsten Online-Petitionen 2014, die man unterzeichnen sollte

23. Januar 2014 von Autor/in: Jens  - 

Ich habe – mit der gebotenen Sorgfalt – die wirklich wesentlichen Onlinepetitionen recherchiert. Heraus gekommen ist eine Liste mit 10 Highlights für das Jahr 2014. Sie werden mir nach dem Lesen bestätigen, dass man getrost von einem Superpetitionsjahr sprechen kann.

Das Beste? Alle 10 Petitionen beinhalten so realistische Forderungen, dass man ihnen nahezu 100-prozentige Erfolgschancen attestieren kann.

WICHTIG! Vergessen Sie nicht, unter diesem Beitrag mit Ihrem Klarnamen in den Kommentaren zu unterzeichnen! Danke.

10. Der Berliner Flughafen BER soll schon 2020 seine Pforten öffnen!

9. Die Hamburger Elbphilharmonie soll weniger als eine Milliarde Euro kosten.

8. Die Frauenquote im Männerfußball soll ab der Saison 2014/15 bei 50 Prozent liegen.

7. Die TV-Serie “MacGyver” soll endlich fortgesetzt werden.

6. Das Projekt “Stuttgart21″ soll in das realistischere “Stuttgart31″ umbenannt werden.

5. Klaus Wowereit soll zum Bundesbauminister ernannt werden.

4. RTL soll ab 2015 ausschließlich hochqualitatives Bildungsfernsehen produzieren und auch senden.

3. Das ZDF soll bis 2020 das Durchschnittsalter seiner ZuschauerInnen auf unter 50 Jahre senken.

2. Panini-Bundesliga-Sammelbildchen für alle! Aber pronto!

1. Es soll wieder alles so wie früher werden, denn da war alles besser.

Hier in Sachen „Julia Engelmann“ und so: Heult doch!

21. Januar 2014 von Autor/in: Jens  - 

In den vergangenen Tagen machte der Poetry-Slam-Beitrag einer mir bis dahin unbekannten Julia Engelmann die sozialmediale Runde. YouTube Preview Image

Zuerst ging das Filmchen aus Bielefeld richtig durch die Decke – knapp sieben Monate nach dem der Clip auf Youtube hochgeladen wurde. Was kurz darauf einsetzte, war wieder mal das traurige Meckern, das Sezieren jeder Geste in diesem Video und der allseits bekannte deutsche Neid auf alles, was erfolgreich ist. Was ich da in den letzten beiden Tagen in Postillen, wie der SZ gelesen habe oder in den Kommentaren unter dem Video in den sozialen Netzwerken, das ist wieder mal so herzerfrischend demaskierend.

Besonders putzig finde ich die Beiträge derer, die gerne mal Popsongs und Alben gelobt haben, deren Inhalt gelegentlich weniger war, als vermutlich jeder Poetry-Slam-Beitrag jemals hatte.

Da wurde ein knapp 6-minütiger Clip erfolgreich, sogar zum Mainstreamthema und schon hab ich das Gefühl, die Leute kommen aus ihren Löchern gekrochen um endlich mal wieder so richtig herzhaft meckern zu können. Ich glaube dabei inzwischen an eine Art Algorithmus, denn ich beobachte dieses Verhalten in sozialen Netzwerken inzwischen bei fast jedem Themenschwein, welches durch das digitale Dorf getrieben wird. Ein Video, Foto oder Text wird erfolgreich, um dann wieder in Grund und Boden diskreditiert zu werden.

Aber es wird noch viel niedlicher. Die KritikerInnen, die eben noch Engelmanns Slam niedergemäht haben, sind jetzt diejenigen, die den Blödelbarden Jan Böhmermann hochloben. Böhmermann hat auf seine Art auf das Video reagiert – oder wenn man es mal aus der Marketing- und Kommunikationsecke betrachten will – er ist auf den Erfolgszug der Julia Engelmann clever aufgesprungen. YouTube Preview Image

Die böhmermannsche Masche ist dabei auch irgendwie immer die gleiche: Noch mal Einen drauf geben, noch mal härter sein, krasser, einfach noch ein Stück verrückter oder absurder. Das ist eine Masche, völlig legitim, weil erfolgreich. Und damit wird er zum Held der Social-Media-Stunde. Wahrscheinlich bleibt er es aber nur so lange, bis er zu erfolgreich damit. Dann treten sie ihm auch wieder von hinten in die digitale Kniekehle.

Und auch die KritikerInnen der Engelmann geben noch eine Schippe drauf. Anderswo und auch in den Kommentaren auf meiner Facebook-Seite wurde plötzlich ihr Job bei der RTL-Soap „Alles was zählt“ betont – wie auch in den Verrissen der Medien. Alles wäre totale Berechnung, sie müsste ja wissen, wie das geht. Wie fröhlich borniert ist das denn?

Das selbstverliebte Bildungsbürgertum, das immer wieder von Toleranz schwadroniert, spricht dem Menschen Julia Engelmann den Erfolg ab, weil sie mal auf ungewöhnliche Art und Weise ihren Lebensunterhalt verdient hat? In bester Boulevardmanier zerreisst diese angebliche Bildungselite etwas, was sie auch einfach ignorieren könnte. Es geht um ein On-Demand-Video, liebe Leute – also um einen Clip, bei dem man aktiv den Play-Button klicken muss. Würde man passiv bleiben, könnte man die knapp 6 Minuten auch für etwas Sinnvolles nutzen. Ganz zu schweigen von der Zeit, die man sparen würde, wenn man weder den Clip, noch die Verrisse oder diesen Artikel hier lesen würde.

Ich persönlich fand den Poetry-Slam-Beitrag der Dame weder gut noch schlecht. Ich hatte das Gefühl aus dem Alter raus zu sein. Sie hat nicht meine Themen getroffen. Warum auch? Julia ist mehr 15 Jahre jünger als ich.

Ich hab auch nichts gegen Jan Böhmermann. Er ist mit dem, was er macht, nur einfach sehr durchschaubar für mich – eher so ein Putzibärchen.

Im Übrigen finde ich es besonders sympathisch, dass der Hype und diese Social Media getriebene Empörungswelle gegen das Poetry-Slam-Video während der Ausstrahlung des Dschungelcamps stattfindet. Das ist ein TV-Format, bei dem sich der Zuschauermob ergötzen kann, wie andere Menschen an ihren eigenen Problemen scheitern. Parallelen gibt es wahrscheinlich nur REIN zufällig.

Die MacGyvers unter den FamilienurlauberInnen

26. Dezember 2013 von Autor/in: Jens  - 

CamperInnen gehen davon aus, dass sie alles mitnehmen müssen, was sie auf einer Reise auch nur theoretisch vermissen könnten – deshalb haben sie die Plastikschneckenhäuser auf Rädern, um ihre viel zu kleine Zweitwohnung an jeden Parkplatz der Welt steuern zu können. CamperInnen sind für mich die BeamtInnen unter den UrlauberInnen: total gut organisiert, korrekt und an das Einhalten von Regeln gewöhnt.

Hostel-TouristInnen aka Backpacker gehen davon aus, dass sie nichts brauchen, außer ein paar wenige Klamotten, die sie in den Waschcentern dieser Welt immer wieder reinigen können. Oder eben nicht. Sie brauchen nichts, sie reisen befreit mit einem kleinen Rucksack, einer Isomatte und etwas Esoterik im Kopf durch die abgefahrensten Gebiete dieser Erde. Backpacker sind für mich die Asketen unter den UrlauberInnen: auf das Wichtigste fokussiert, Ballast wird von ihnen nicht in Kauf genommen.

Hotel-Touris gehen davon aus, dass sie vor Ort fast alles bekommen werden, was sie benötigen – insbesondere wenn es um Mahlzeiten, Vergnügungsangebote und Aufmerksamkeit geht. Sie schleppen nur tonnenweise Klamotten mit in ihr Feriendomizil, weil sie sich für jeden Entspannungs-Moment passend in Schale schmeißen wollen. Hotel-TouristInnen sind für mich die Dandys unter den UrlauberInnen: Sie kümmern sich nur um das für sie Wesentliche – The Look – und verlassen sich auf das Können der Tourismusprofis, die im Hintergrund schon die perfekte Organisation an den Start bringen werden.

Ferienwohnungs-TouristInnen wollen den Komfort und die Großzügigkeit der eigenen vier Wände am Urlaubsort. Dabei verlassen sie sich auf die gut eingerichtete FeWo und deren umsichtige VermieterInnen, die schon wissen werden, was ihre Gäste so brauchen. Tatsächlich geht das natürlich meist schief. Ferienwohnungs-TouristInnen werden von ihrem Gutmenschenglauben immer wieder enttäuscht und sehen sich ein um das andere Mal riesigen Herausforderungen ausgesetzt.

Ferienwohnungs-TouristInnen – WIR sind die wahren MacGyvers unter den UrlauberInnen! Wir organisieren uns an Feiertagen so wichtige Dinge wie Eierbecher, Salz und Pfeffer. Wir besorgen uns kurzfristig Apps, um doch noch das versprochene W-Lan in der FeWo ausfindig zu machen. Ergattern doch noch Aufbackbrötchen in letzter Sekunde an einem Weihnachtsfeiertag. Wir können situativ auf jedes Problem eine Lösung finden. Und dazu brauchen wir kein Schweizer Taschenmesser, noch Gaffa-Tape oder Kaugummis. Wir brauchen nur unseren Willen. Ich wage zu behaupten – WIR FeWo-FreundInnen sind sogar noch besser als MacGyver!

#berlintales no.43

18. Dezember 2013 von Autor/in: Nic  - 

Sonntag. Am Brunchbuffet in einem Restaurant.

-”Wie ist das jetzt eigentlich, du bist jetzt Vegetarier oder Veganer?”

+”Veganer, nicht Vegetarier! Also zuhause ernähre ich mich vegan. Und draussen ess ich alles.”

Zwei Euro Dreißig

13. Dezember 2013 von Autor/in: Jens  - 

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Heute Morgen habe ich es verpasst, an der richtigen U-Bahnstation auszusteigen. Zum Glück fiel es mir auf der Fahrt zur nächsten Station auf. Ich entschied mich, den Weg zu Fuß zum Büro zurückzulegen. Das Wetter war einfach zu bzw. ist noch viel zu gut, um wegen ein paar hundert Metern noch mal die Bahn zu nehmen.

An der Ecke Rosenthaler Straße und Torstraße sprach mich ein junger Mann an und bat mich um ein paar Cent. Ich verneinte und ging weiter. Sekunden später stutzte ich. Hatte ich dem Mann doch geantwortet, ohne in mein Geldsäckel zu schauen. Ich hatte also kategorisch abgelehnt, dem Mann überhaupt meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Kurzerhand entschied ich mich, in mein Porte­mon­naie zu schauen, fand tatsächlich kein Kleingeld, aber einen 20-Euro-Schein.

Ich drehte mich nach dem Mann um und sah, wie er gerade die Tür zu einer Bäckerei öffnete und ich folgte ihm. Als ich neben ihm am Backstand ankam, wollte er gerade ein gekochtes Ei kaufen. “Kann ich dir einen Kaffee spendieren?”, fragte ich ihn. Ich glaube, er fühlte sich ertappt.

Er wich zurück: “Nein, nein – ich möchte nur das Ei kaufen.”

“Magst du noch ein Brötchen dazu?”, fragte ich wiederum.

“Mach ich so einen Eindruck auf dich … ach ja, ich hab dich nach Kleingeld gefragt.”

“Easy”, meinte ich, “kein Ding.” Zur Verkäuferin gewandt: “Ich bezahle das Ei.”

Die Verkäuferin gab dem Mann sein Kleingeld zurück und mir auf 20 Euro heraus. Der Unbekannte bedankte sich bei mir, ich gab ihm vom Wechselgeld noch ein 2-Euro-Stück, wünschte ihm einen schönen Tag. Danach verließ ich die Bäckerei.

Erst auf der anderen Straßenseite fiel mir auf, wie einfach diese Situation aus meiner Perspektive eigentlich war. Für mich ist es – zum Glück – kein Problem einen Menschen mit einem klitzekleinen finanziellen Beitrag in einer unmittelbaren Situation schnell zu unterstützen. Dies eigentlich nicht zu tun, dafür hatte ich mich zuerst noch viel schneller entschieden. Ich glaube, ich habe da inzwischen einen Reflex, den ich mir wieder abtrainieren muss. Einen Reflex, der mich gelegentlich davon abhält, Menschen etwas zu geben, das für mich eigentlich kein Aufwand bedeutet, ihnen aber hilft.

Die Frage, die ich mir selbst noch beantworten muss: Will ich nicht geben oder will ich das Elend nicht sehen, das um mich herum existiert? Ist die digitale Filterbubble inzwischen sogar eine, die sich schon auf mein reales Leben ausgedehnt hat? Denn mal schnell ein paar Euro über Paypal an ein Projekt zu überweisen, fällt mir leichter. Vielleicht ist das so, weil es clean, weit weg und trotzdem unmittelbar ist? Ich weiß es nicht – muss noch darüber nachdenken.

Mir ist klar, dass ich dem Mann nicht im Großen geholfen habe, aber vielleicht im ganz ganz Kleinen – für einen Moment. Ich habe auch keine große Tat begangen, die es wert ist, hier veröffentlicht zu werden. An dieser Stelle ist nur wichtig: Dieser Reflex nicht zu helfen, ist ein Problem. Wenn ich jedoch darüber schreibe, kann ich ihn mir wieder bewusst machen.

Rezept: CousCous-Salat mit Honig-Senf-Dressing

4. Dezember 2013 von Autor/in: Jens  - 

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Was:

CousCous – eine kleine Tasse voll, doppelte Menge Gemüsefond
eine halbe Gurke
6 Kirschtomaten
1 Schalotte
Kräuter, Gewürze & Zitronensaft, Olivenöl – Menge nach Wahl

1 TL Dijon-Senf
1 TL Honig
1 kleiner Becher Joghurt natur
Öl – ein paar Tropfen

geröstete Sonnenblumen- und Kürbiskerne – Menge nach Wahl

Wie:

Gemüsefond aufkochen und über den CousCous. 4-6 Minuten quellen lassen. Gurke & Kirschtomaten, Schalotte würfeln. CousCous mit Kräutern, Gewürzen & Zitronensaft, Olivenöl abschmecken.

Dressing: Dijon-Senf, Honig, Joghurt, Öl verrühren – anschließend kühlen.

Topping: Sonnenblumen- und Kürbiskerne anrösten.

Bon appétit!

ps: Ich bin kein gelernter Koch und arbeite demnach “Frei Schnauze”. Insofern kann man alle Angaben nach eigenem Gusto anpassen und ändern. Dies ist also eine Art “Open-Source-Code”. ;-)

Rezept: Chicken Wings in Erdnusssauce

3. Dezember 2013 von Autor/in: Jens  - 

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Was:

12 Chicken Wings
3 EL Erdnussbutter
3 EL flüssigen Honig
500 ml Geflügelfond
4 Zwiebeln
4 Konoblauch-Zehen
Gewürze, Salz, Pfeffer
2 TL Ketchup
Olivenöl
Trockenobst: ungeschwefelte Aprikosen, Datteln und Trockenpflaumen

8 große Kartoffeln

Spitzpaprika
Kirschtomaten
2 Äpfel
Essig
Öl

Wie:

Erdnussbutter, Honig in 250 ml Geflügelfond erwärmen und zu einer sämigen Sauce verrühren, anschließend eine gehackte Zwiebel hinzugeben. Abkühlen lassen. Chicken Wings in der Erdnusssauce über Nacht marinieren. Tags darauf die Wings im Ofen mit Trockenobst, groben Zwiebelscheiben, Salz & Gewürzen und Knoblauch brutzeln, bis sie gar und gebräunt sind – Zeit je nach Ofenart sinnvoll wählen.

Kartoffeln in Spalten schneiden mit Apfelstücken, Zwiebeln und Knoblauch samt Gewürzen in Olivenöl im Ofen backen – Zeit: ca. 45 Minuten bei 180 Grad.

Salat aus Spitzpaprika, Kirschtomaten, Apfel und Gurke mit Essig, Gewürzen und Öl anmachen – ca. 20 Minuten ziehen lassen.

Erdnusscreme aus Bratenjus, Trockenobst und Joghurt pürieren.

Fertig.

ps: Ich bin kein gelernter Koch und arbeite demnach “Frei Schnauze”. Insofern kann man alle Angaben nach eigenem Gusto anpassen und ändern. Dies ist also eine Art “Open-Source-Code”. ;-)