Antilopen Gang – Verliebt

4. März 2015 von Autor/in: Jens  - 

Der Antilopen-Gang-Bäng!

Sie kamen mit “Beate Zschäpe hört U2” – für mich – wie die schrägen Vögel aus der Asche. Und jetzt gibt es das nächste großartige Video von der Gäng. Gedreht in Hamburg und mit zahlreichen Buddys aus dem eigenen Dunstkreis.

Wer den Drehort für die Schlussszene kennt und unten in die Kommentare schreibt, gewinnt 100 Punkte fürs Karmapunktekonto. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Linksweg auch. Trolle dürfen an dem Gewinnspiel nicht teilnehmen.

Her mit der kleinen Französin

2. März 2015 von Autor/in: Nic  - 

So, weil es Christine and the Queens jetzt verdientermassen auch in den SPON, die FAZ und auf tape.tv (sowieso) geschafft hat, kann ich zugeben, dass dieser schnörkellose französische Elektropop bei mir auch seit Wochen rauf und runter dudelt. Ihre Platten und Konzerttickets gehen im frankophonen Raum gerade weg wie geschnitten Brot. Wobei es mir mit Kopfhörern eher dieser “blaue” Song angetan hat: YouTube Preview Image

RB Leipzig – wo liegt eigentlich das Problem?

27. Februar 2015 von Autor/in: Jens  - 

Eines unserer Kids interessiert sich inzwischen recht brennend für Fußball und den BVB. Ich betone das, da ich selbst maximal ein wenig Fuppes spiele, wenn ich mit den Kids auf dem Spielplatz bin. Darüber hinaus bin ich nur Fan der Medienfigur Jürgen Klopp.

Jedenfalls taucht in letzter Zeit immer wieder die Diskussion um Red Bull und den RB Leipzig an den Rändern meiner Fußballwahrnehmung auf. Da mokieren sich die Menschen über den Kommerz, der beim Fuppes Einzug gehalten haben soll. Hoffenheim, Schalke, RB Leipzig tauchen als Vereinsnamen dann auf – oder zumindest schnappe ich es so auf.

Ich muss dann immer ein wenig in mich hineinschmunzeln. Denn, sind wir mal ehrlich, wo ist denn bitte vorher der Kommerz gewesen? Nicht bei Tante Fußball? Wo dann? Beim Gartenbau? In der Mittagspause? Oder bei Tante Emma im Laden?

Der gesamte Fußballzirkus hat sich – in meiner Wahrnehmung – doch schon immer um den Gott des Geldes gedreht? Nur ist es jetzt halt so viel auf einem Haufen, dass selbst Onkel Dagobert geldgeilen Schweiß auf der Stirn hätte und über Expansionspläne für seinen Geldspeicher nachdenken würde.

Money makes se wörld go round. So heißt es doch. Und wer mit den Bayern, Wolfsburgern oder Leverkusenern auf Augenhöhe mitspielen will, der muss halt eine extra große Tüte Cash mitbringen. In anderen Industriezweigen ist das ja nicht anders. Will man als Letzte/r in den Markt, hat man die höchsten Einstiegskosten oder ein wahrlich feistes und disruptives Geschäftsmodell.

Beim Fuppes bleibt also nur Geld, denn disruptiv ist das gar nix. Immer schön der Hierarchie nach. Und da muss man dann eben dicke Bündel mit Scheinchen in die Hand nehmen und einen Verein aufbauen. Läuft ja bei allen anderen Vereinen auch so, nur eben schon länger. Dortmund hat mal eine AG dafür gegründet – erinnere ich mich dunkel. Andere Vereine haben auch ihren Profifußball vom restlichen Vereinsdingens abgekoppelt, um “flexibler” zu sein. Und wieder Andere lassen dieses Vereinsding gleich weg und ballern mit dem Geld von unten bis in die oberste Liga, siehe Hoffenheim.

Jetzt macht das also auch RB Leipzig seit ein paar Jahren. Geld rein, Trainerwechsel sobald das Ziel erste Bundesliga in Gefahr ist, teure Spielerkäufe um über Liga-Niveau zu sein. Bisher klappte das wohl ganz gut. Mal sehen, wie es zum Ende der Saison aussieht. Bleibt man doch mal ein Jahr länger in der zweiten Liga oder eben nicht. Im Moment sieht alles nach einer Ehrenrunde aus.

Das ist doch spannend. Denn es zeigt ja irgendwie, dass blankes Zusammenkaufen noch kein Team macht. Hat ja bei Hoffenheim bis jetzt auch nicht zum Titel gereicht. Das System Fußballzirkus bleibt also doch etwas mit Herz, denn auch das Blut – aka Geld – kann so manchen Schnupfen nicht einfach aushalten.

tl;dr

In ein System aus Geld kann man nur noch mehr Geld stecken, wenn man schnell oben mitspielen will. Also finde ich den Weg von RB Leipzig nur ehrlich.

ps: Wichtigster Fußballblog ever: falscheneun.net >>

Sonntagssoul

15. Februar 2015 von Autor/in: Nic  - 

Es gibt Tage, an denen man Nachrichten liest, sich wünscht,man hätte es bleiben lassen und sich fragt, ob die Welt noch ganz dicht ist. Okay, eigentlich fragt man sich das beinahe täglich. Erst recht als ehemaliger Newshonk auf Entzug. Dann braucht es ein kleines bisschen Soul und für fünf Minuten ist die Welt wieder in Ordnung. Sowas hier YouTube Preview Image

Mein Klaus-Fazit als Berliner

12. Dezember 2014 von Autor/in: Jens  - 

Er geht und das ist gut so. Klaus Wowereit hatte seine Berliner Zeit und jetzt verabschiedet er sich, um so hoffentlich den nächsten Impuls für die Stadt zuzulassen.

Wowereit und seine weltoffene Art war für mich ein Aushängeschild, wie ich es mir als Berliner nicht besser hätte wünschen können. Berlin hatte damals mit dem Beginn der Ära Wowereit eben noch viel popkulturelles Potenzial und Wowereit war in der Lage genau diese Frische zu kommunizieren. Wowereit verhalf Berlin zu einer Strahlkraft, die eine Stadt ohne großindustrielles Fundament braucht, um als touristischer und innovationswilliger Magnet zu funktionieren. Denn Geld muss ja irgendwie in die Stadt kommen, zur Not eben auch ohne Großindustrie. Berlin hat heute eine Tourismusindustrie und einen Sexappeal, der innovative Software-Menschen in die Stadt lockt. Software ist die große wirtschaftliche Kraft der Zukunft, hier könnten vielleicht schon jetzt die richtigen Menschen sitzen, die genau die Grundlage dafür legen, Berlin zu einem wichtigen Hub für Software und Innovationen zu machen. Vielleicht ist auch alles eine große Blase, die wieder platzt. Das kann kein “Wowi” wissen und alle andere Menschen können es auch nicht.

Wowereit hinterlässt das Image eines Bürgermeisters, das für alle NachfolgerInnen zu groß sein dürfte. Sein aktueller Nachfolger Müller wird sich an anderen Themen messen lassen müssen, er wirkt auf mich wie ein hölzerner Technokrat. Aber lassen wir ihm die Chance, sich ein glaubwürdiges Profil zu geben.

Klaus Wowereit hat den BER gemeinsam mit der gesamten Politik in Berlin und Brandenburg versemmelt. Er hat den Beweis angetreten, dass Politik die Finger von Großprojekten bzw. deren operativer Umsetzung lassen sollte. Und er reiht sich damit auch nur ein in die lange Schlange Hamburg, Berlin, Stuttgart etc.

Klaus Wowereit hat auch bewiesen, dass die politische Landschaft komplett beliebig geworden ist. Erst hat er mit den Linken koaliert, jetzt mit den Konservativen. Im letzten Wahlkampf ging er sogar so weit, dass Wahlplakate nur noch sein Portrait zeigten. Deutlicher kann man kaum noch aufzeigen, wie irrelevant Parteien heute sind.

Und noch etwas passierte in Wowereits Ära. Die Kreuzberger Mai-Krawallen wurden immer kleiner. Trotz harter, für mich unbarmherziger Innensenatoren, konnte sich doch in Kreuzberg eine Bürgergemeinschaft entwickeln, die Stück für Stück die Hoheit über den Kiez zurückgewann.

Wowereit konnte vieles auch nicht aufhalten: Die Gentrifizierung, die drastischen Mietsteigerungen und den wilden Immobilienboom, der seine tatsächlichen Folgen wohl erst in den kommenden Jahren entfalten wird.

Ich erinnere mich jedoch an eine ganz grundsätzliche Situation, zu der Klaus Wowereit damals offenbar durch die Medien gezwungen wurde. Er musste sich outen, um die Deutungshoheit über seine eigene Intimssphäre zu bewahren. Er hat damit hoffentlich vielen Menschen einen Denkzettel verpasst und womöglich sogar Mut machen können und hoffentlich dabei geholfen, ein ganz fieses gesellschaftliches Tabu auszuhebeln. Vielleicht hat Wowereit damit unbewusst auch das – für mich als Berliner – entscheidende Signal in die Welt geschickt: In dieser Stadt geht vieles schief, ABER hier können ausgegrenzte Menschen vielleicht doch ein wenig entspannter leben als anderswo.

Ich gönne Wowereit einen positiven Eintrag ins Geschichtsbuch, denn so viel muss man erst mal aushalten können und dann auch noch durchhalten.

Wie cool ist das denn: Der Adventskalender der anonymen Freundlichkeiten

1. Dezember 2014 von Autor/in: Jens  - 

Können wir das allesamt bitte mal wunderbar finden?!

Lisa und Katharina, die beiden Damen hinter dem Blog stadtlandmama.de, haben sich den wohl besten Adventskalender aller Zeiten ausgedacht.

Jeden Tag (wenn möglich) möchten wir über eine Freundlichkeit berichten, die ihr – ganz heimlich – “begangen” habt, um sie hier mit allen Lesern zu lesen. Wie das gehen soll? So:

Wenn Ihr Euch gleich am Büdchen, im Café oder in der Bäckerei einen Kaffee kauft, bezahlt ihr zwei und sagt der Bedienung, sie soll den nächsten Kunden mit dem von Euch bezahlten Gratis-Kaffee überraschen.

Die Ladies haben noch viele weitere Ideen, wie man anonym Menschen da draußen beglücken könnte.

Auf geht’s! >>

Endlich ist die Informatik wirklich nützlich!

29. November 2014 von Autor/in: Jens  - 

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03. Oktober 2014

3. Oktober 2014 von Autor/in: Jens  - 

Das ist ein Datum, welches in meinem Leben mit ganz großer Sicherheit eine ganz wichtige Rolle gespielt hat, ohne dass ich es mir je wirklich bewusst gemacht habe.

Für mich spielte der 09. November eine viel wichtigere Rolle. Denn der Mauerfall war das Ergebnis einer Bewegung, die für uns DDR-BürgerInnen ein freieres Leben erstritten hatte. Eine Bewegung, die gezeigt hat, dass man einem System etwas abtrotzen, es gar stürzen kann. Bis heute ist dieser Tag für mich eine Motivation so ziemlich alles infrage zu stellen. Weil ich es kann.

Denn ich hatte bisher immer Glück. So konnte ich im Berlin der 90er erwachsen werden. In einer Stadt, die wie keine andere die riesige Lücke zwischen zwei Systemen aufzeigte. In einer Stadt, die ebenfalls alles infrage stellen konnte, weil sie musste. Stück für Stück hat sich diese Stadt verwandelt und mir gelehrt, dass Stillstand gar nicht funktioniert.

Ich hatte Glück, denn ich wuchs im Bildungsbürgertum auf. Wissen galt bei uns immer als das Maß der Dinge. Ich konnte reisen, das Abitur machen, eine Ausbildung, selbst studieren war möglich – ohne jemals echte Geldsorgen zu haben.

Ich hatte Glück, weil ich mich frühzeitig für digitale Medien interessiert habe und dadurch schon verdammt schnell meinen Lebensunterhalt durch Internetjobs verdienen konnte.

Ich habe Glück, denn rund um mich herum gibt es Menschen, die meinen eigenen kleinen Wahnsinn ertragen und teilweise auch verstehen können.

Ich habe Glück, weil ich mit meiner Herzensdame zusammen bin, die ich vielleicht ohne Mauerfall nie getroffen hätte – auch wenn sie ebenfalls aus den neuen Bundesländern kommt.

Ich habe Glück, weil wir inzwischen zwei wunderbare Kids haben.

Insofern nutze ich diesen Tag nicht für schwiemeligen Deutschlandpathos, sondern sage lieber mal DANKE!

Danke Schicksal, dass ich das Glück hatte in dieser Zeit und in dieser Stadt aufwachsen und eine eigene Familie gründen konnte.

Danke Familie, dass ihr mich zu einem selbstdenkenden Menschen erzogen habt.

Danke FreundInnen, dass ihr meine FreundInnen seid.

DANKE an alle DDR-Flüchlinge, an alle Leipziger MontagsdemonstrantInnen und all die Oppositionellen, die IHR unbeirrt durchgezogen habt.

.@tatort Hier ist die AraberInnen-Vorurteil-Sammelstelle für den #tatort vom Sonntag in der #ard /cc @ardde

15. September 2014 von Autor/in: Jens  - 

Zwei Deutsche, Alexander Buresch und Matthias Pacht, schreiben einen Tatort für die ARD und ein weiterer Deutscher, Rainer Kaufmann inszeniert diesen Film mit dem Titel “Der Wüstensohn”.

Und da sind wir schon bei den Klischees und Vorurteilen. Der gemeine Araber wohnt halt in der Wüste. Und genau deshalb mache ich hier mal die Liste der Vorurteile und Klischees auf, die allein in dem Tatort vom vergangenen Sonntag zu finden waren. Bitte, liebe LeserInnen, vervollständigt in den Kommentaren und auf Twitter.

1. Titel: Der Wüstensohn – AraberInnen wohnen halt alle in der Wüste.
2. 1. Szene: Der reiche Araber fährt ein überteuren Sportwagen.
3. 1. Szene: Der Araber schert sich einen Dreck um die deutsche Polizei.
4. Im 1. Verhör: Der Araber beschimpft deutsche Frauen als Prostituierte und redet nicht mit Frauen.
5. Wenn eine deutsche Frau zwei Araber gut kennt, dann hat sie natürlich mit beiden etwas.
6. Im Haus des Opfers: Araber haben automatische Waffen im Haus.
7. Im Haus des Opfers: Araber haben natürlich Koks im Haus.
8. Im Haus des Opfers: Araber treten ihre Angestellten.
9. Die Frau aus Punkt 5 bedient arabische Frauen, die teuerste Bling-Bling-Schuhe kaufen wollen und natürlich in vollster Vermummung in der Öffentlichkeit herumlaufen.
10. Der Araber ist so dumm und baut sich eine U-Bahn in den Wüstensand. Und weil es nun mal so läuft, muss man ihm das Geschäft mit ein paar Waffensystemen schmackhaft machen.
11. Das arabische Land Komar oder Kumar ist natürlich auch ein totalitäres Regime, dass auch deutschen Polizzisten kaufen will.
12. Der arabische Täter ist natürlich Teppichhändler!
13. Der Araber kokst und prügelt sich durch die Disko.
14. Der Araber nutzt natürlich nur Deutsche aus, um seine Geschäfte voranzutreiben.
15. Der Araber will seinem Vater natürlich einen deutschen Panzer schenken!
16. Der Araber kompromittiert Geschäftsleute um sie sich gefügig zu machen.
17. Der Araber ist natürlich auch zutiefst beleidigt, wenn man seine Gastgeschenke nicht annimmt.
18. Der Araber ballert natürlich um sich, wenn er ausrastet.

Sagt mal, lieber ARD-Verantwortlichen: Hackt es bei EUCH!?!

Drohne im Abo

27. August 2014 von Autor/in: Nic  - 

Früher gab es stinkende Urzeitkrebse, Furzkissen oder leuchtende Skelette als Zeitschriftengimmicks oder Sammelobjekte von Verlagen. In Italien wurde da schon immer geklotzt, Zeitschriften kamen auch mal mit Bratpfannen oder Handtaschen im Blister, historische Taschenuhren fand man des öfteren als Replika in käuflichen Sammelreihen. Neuester Schrei um Bastelfanatiker und Sammelwütige am Zeitungskiosk anzufixen? Bastel dir deine eigene Drone, designt von Pininfarina, komplett mit GPS und Kamera! YouTube Preview Image Ach ja, wer bis zur letzten Ausgabe durchhält, ist rund 900 Euro los.