Veggie-Sonntag: Bouletten mit Rosmarin-Kartoffeln und Bohnen

Juni 28th, 2015 by Madame la Storch  - 
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Was:
kleine Kartoffeln
Rosmarin (frisch oder getrocknet)
Knoblauch
grobes Meersalz
Olivenöl

Bohnen
Muskatnuss

Für die Bouletten:
Kidney-Bohnen (gekocht)
Haferflocken
Pinienkerne
rote Zwiebel
ein Ei (oder Johannisbrotkernmehl für vegane Bouletten)
Salz, Pfeffer, Senf

Sour Cream

Wie:

Kartoffeln putzen und ungeschält zusammen mit zwei ganzen Knoblauchzehen in eine Auflaufform geben. Olivenöl, Meersalz und Rosmarin dazugeben und im Ofen backen, bis die Kartoffeln weich sind und ihre Schale schön gebräunt.

Für die Bouletten die Kidney-Bohnen mit der Hand zerdrücken und mit den Haferflocken, den angerösteten, gehackten Pinienkernen, klein gewürfelter roter Zwiebel, einem Ei, Salz, Pfeffer und Senf verkneten. Aus der Masse Bouletten formen und in Olivenöl anbraten. Wer’s lieber vegan statt vegetarisch mag, macht’s wie Attila Hildmann und ersetzt das Ei durch Johannisbrotkernmehl. Das gibt’s im gut sortierten Supermarkt und im Bio-Laden – meist wird es bei den Backzutaten einsortiert.

Die Bohnen kurz blanchieren. Dann abgießen, in Butter anschwenken und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Alles auf einem Teller anrichten, einen Klecks Sour Cream dazu, fertig.

Im Westen nichts Neues – Graphic Novel nach Erich Maria Remarque

Juni 25th, 2015 by Jens  - 

Ich bin ja noch etwas unbeleckt in Bezug auf Comics für Erwachsene bzw. Graphic Novels. Ich habe vor „Im Westen nichts Neues“ erst drei Bücher dieser Art gelesen. Um so mehr bin ich beeindruckt von der Bildgewaltigkeit dieser Adaption. Gaby von Borstel hat Remarques Textvorlage bearbeitet und Peter Eickmeyer mit diesem Buch seine erste Graphic Novel illustriert. Für mich persönlich ist es ein gelungenes Werk. Allerdings muss ich hinzufügen, dass ich das Original bisher nicht gelesen habe. Mit dem Eindruck dieses Buches werde ich es sicherlich bei Gelegenheit nachholen.

Im Unterschied zu den bisher von mir gelesenen Graphic Novels, hat Eickmeyer tatsächlich gemalt – offenbar mit Öl und Tinte. Es sind fesselnde Eindrücke eines barbarischen ersten Weltkriegs an der Westfront entstanden. Remarque schildert in seinem Text die Kriegserlebnisse des deutschen Soldaten Paul Bäumer in starken Worten. Eickmeyer greift sie auf und projiziert sie mal in schemenhaften Übersichten, mal in sehr detaillierten Einzelbildern.

Insgesamt kommt das Hardcover wenig comic-haft daher. Bilder und Texte werden nicht in klassischen Panels erzählt. Der Text ist im Wesentlichen jeweils als Block in Bilder eingebunden. Einzelne Szenen werden mit einem Panel oder einem kurzen Strip illustriert.

Aufgrund des historischen Bezugs und der Adaption finden sich am Schluss des Buches noch Informationen zur Geschichte des Originaltextes und zu Erich Maria Remarque. Unter Umständen hilft es, wenn man diesen Teil vorab liest, um so das Comic mit einem etwas bewanderteren Blick zu lesen.

Fazit: Die Form folgt dem Text und der Funktion. Für mich ein recht großartiges Werk.

Infos zur Graphic Novel:

Das Buch ist hochwertig gearbeitet und schwer. Die Illustrationen sind durchgängig farbig.
Es ist erschienen im Splitter-Verlag (Bielefeld) am 1. Juni 2014. Das Hardcover kostet 22,80 Euro und hat 176 Seiten.

Weiterführende Links zum Buch:

Buch des Monats der NDR-Kulturredaktionen >>
Hintergründe zur Entstehung des Buches auf welt.de >>
Der Blog zum Buch von Peter Eickmeyer >>

Kinderland – Das Comic über eine DDR-Kindheit von Mawil

Juni 23rd, 2015 by Jens  - 

  
Pioniere, chinesisch Tischtennis spielen und rübermachen – das sind die wirklich wichtigen Themen von Mirco Watzke 1989 in Ostberlin. Der Comic-Artist Mawil scheint mir hier komplett die letzten Tage seiner Ostberliner Kindheit aufs Papier gebracht zu haben. Und ich liebe diese Geschichte, denn sie katapultiert mich zurück genau in diese Zeit.
Mawil lässt Mirco quer durch den wichtigen Kinderkosmos stapfen: Busfahren, Schule, Schulhof, doofe Große, Wolf- und Hase-Telespiel und Klassenfahrt. Ganz nebenbei kommen noch so Themen hinzu, wie Kirche – ein eher seltenes Thema in meiner DDR-Kindheit. Und natürlich Eltern und Pionierleiterinnen. Hach. Ich kann gar nicht genug schwärmen und habe mich neulich in der Teilöffentlichkeit Facebook sogar zu folgender Aufforderung hinreißen lassen: FilmermacherInnen sollten sich dringend die Filmrechte an „Kinderland“ sichern und den besten Kinderfilm über die Kindheit in der DDR daraus machen.

Ich habe für mich in diesem Buch unzählige Kleinigkeiten wiederentdeckt, die 26 Jahre nach der Wende in meinen Erinnerungen längst verschütt gegangen waren. Das dämliche Honecker-Bild an der Wand fast jeden Klassenzimmers. Die Schlenkibusse. Oder auch die chinesische Softkelle, die nur echt war mit dem Ruf „Einschmatz!“ Ich selbst hatte meine supercoole Tischtenniskelle damals mit polnischen Pionieren im Ferienlager im Erzgebirge getauscht – gegen sehr viel Ostgeld!

  
Ich habe das Buch zu meinem 38. Geburtstag geschenkt bekommen, mit einer ganz ganz tollen Überraschung: Meiner eigenen Comic-Figur, gezeichnet von Mawil. Ich danke dafür ganz herzlich und noch immer den „Großen Köpfen„!

PS: Beste Nebenfigur im Comic ist Angela Werkel!

Infos zum Comic:

Das Comic ist ein sehr dickes Paperback, komplett farbig illustriert. In Deutschland ist es erschienen im Verlag Reprodukt (Berlin) am 1. Mai 2014. Die 296 Seiten kosten 29 Euro und sind jeden Cent wert.

Weiterführende Links zum Buch:

Buchbesprechung von Michael Brake auf zeit.de >>
2-Minuten-43 über Mawil und das Buch bei Arte >>
Webseite des Berliner Comic-Künstlers Mawil >>

Rezept für sojafreies Schokoeis

Juni 22nd, 2015 by Jens  - 
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Unser kleines Kind hat die wohl dämlichste aller Allergien. Es reagiert auf Haselnüsse und Soja. Das wirklich Schlimme daran? Das kleine Kind darf so viele Lebensmittel nicht essen und wir müssen permanent auf die Zutatenliste achten, denn in zahllosen Lebensmitteln sind Spuren von Haselnüssen und Soja zu finden. Den Aufwand, den wir betreiben müssen, empfinde ich dabei als harmlos. Unser kleines Kind wird um einen Teil des Genusses gebracht, weil es einfach ganz viele Lebensmittel nicht essen kann.

Soja ist dabei für uns eine Art „Seuche“ geworden. Der Emulgator Sojalecithine ist selbst in – gefühlt – jedem zweiten Lebensmittel verarbeitet. Auch in sehr vielen Eissorten.

Um unserem kleinen Kind trotzdem ein feines Schokoeis OHNE Haselnussspuren und Sojalecithine zu servieren, habe ich etwas experimentiert und veröffentliche hier das Rezept mit dem besten Ergebnis (subjektiv gesehen) für sojafreies Eis.

Zutaten für 6 kleine Eis am Stiel:

– 300 ml flüssige Schlagsahne,

– 6 gehäufte Esslöffel Schokomilchpulver,

– 1 Teelöffel flüssiger Honig.

Zubereitung:

Zuerst die sechs Esslöffel Schokomilchpulver (z.B. das Pulver der Handelsmarke „Ja“ ist ohne Sojalecithine) in die flüssige Sahne geben und mit einem Schneebesen ordentlich aber langsam verrühren. Im Anschluss ca. 10 Minuten ruhen lassen und anschließend wieder gut durchrühren. Hintergrund: Das Pulver soll sich wirklich gut in der Flüssigkeit auflösen, denn so entstehen keine Kristalle beim Gefrieren.

Zum Schluss den Teelöffel flüssigen Honigs ebenfalls langsam einrühren, die Flüssigkeit in die Portionsbehälter geben und anschließend ins Kühlfach. Ich habe es am Abend vorbereitet und konnte das Eis am nächsten Vormittag anbieten.

Die Eisförmchen gibt es bei Ikea. Sicherlich kann man auch andere Formen benutzen.

Vorteil dieser einfachen Zubereitung: einfachste Zutaten, wenig Aufwand. Und ein Eis mit weit weniger Zusatzstoffen.

Veggie-Sonntag: Bandnudeln mit Karotten-Thymian-Soße und Schafskäse

Juni 21st, 2015 by Madame la Storch  - 
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Was:

Bandnudeln
Karotten
Knoblauch
Tomatenmark
passierte Tomaten
Gemüsebrühe
Pinienkerne
frischer Thymian
Schafskäse
Olivenöl
Pfeffer, Salz und Zucker

Wie:

Karotten fein würfeln und zusammen mit dem gepressten Knoblauch in Öl anschwitzen. Tomatenmark hinzufügen und kurz rösten. Das Ganze mit Gemüsebrühe und den passierten Tomaten abschlöschen. Kurz köcheln lassen. Thymianblättchen hinzugeben und die Soße mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Bandnudeln bissfest kochen und dann zusammen mit der Soße, dem zerkrümelten Schafskäse und den Pinienkernen auf dem Teller anrichten, mit einem Zweig Thymian dekorieren. Fertig.

Neuer Lesestoff – noch mehr Graphic Novels

Juni 16th, 2015 by Jens  - 

 

Diese beiden Bücher habe ich gebraucht, aber in sehr gutem Zustand bei einem Rebuy-Anbieter über Amazon geshoppt. „Maus“ gilt wohl als eine Art Standardwerk in der Kategorie ernsthafter Comics (kann man das so sagen?) bzw. Graphic Novels. „Im Westen nichts Neues“ hat mich als grafische Umsetzung interessiert. Später mehr dazu.

Veggie-Sonntag: Kartoffeln mit Quark und Salat

Juni 13th, 2015 by Madame la Storch  - 
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Was:

Mangold
Rucola
Spinat
Champignons
Kirschtomaten
Mozzarella

Olivenöl
Balsamico-Essig (hell)
Senf
Honig
Salz, Pfeffer und Kräuter

festkochende Kartoffeln

Quark
griechischer Joghurt
rote Zwiebeln
Kresse

Wie:

Champignons in dünne Scheiben schneiden, anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Zusammen mit dem klein geschnittenen Mozzarella, Magoldblättern, Rucola, Spinat und Kirschtomaten mit einem Dressing aus Öl, Balsamico-Essig, Honig, Senf und Kräutern anmachen.

Den Quark mit dem griechischen Joghurt verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kartoffeln kochen und anschließend schälen. Das Ganze auf dem Teller anrichten und mit Kresse und Würfeln von roter Zwiebel dekorieren. Fertig.

Wir sind out

Juni 12th, 2015 by Nic  - 

Jetzt steht schon im SPON und in englischen Blättchen, dass Berlin nicht mehr hip ist. Und alle so yeah!

Podcast-Tipps

Juni 9th, 2015 by Jens  - 
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Heute Morgen bin ich irgendwo im Internet über die Podcast-Tipps der Bahn gestolpert. Die BloggerInnen der Deutschen Bahn nennen sie „Zwölf empfehlenswerte Podcasts für Pendler“. Einige kenne ich bereits, mein Liebling ist jedoch der ARD Radio Tatort. Gegen Mitte des Monats wird jeweils ein etwa einstündiges Krimi-Hörspiel veröffentlicht, produziert von den verschiedenen ARD-Radiostationen.

Darüber hinaus kann ich selbst noch „das ARD radiofeature“ empfehlen. Es beinhaltet jeden Monat eine sehr aufwendig produzierte Investigativ-Reportage.

Wie lauten Deine Lieblingspodacsts? Ich freue mich über weitere Podcast-Empfehlungen in den Kommentaren.

Video on demand – die Werbung wird folgen

Juni 8th, 2015 by Jens  - 


Seit es Netflix gibt, ist Video on demand wirklich erfolgreich. Das ist zumindest meine Wahrnehmung. Im Freundes- und Bekanntenkreis und in meiner eigenen digitalen Filterbubble wurde das Serienfieber auch befeuert durch Netflix, aber auch durch Amazon Prime, Watchever oder Maxdome. Sämtliche Anbieter liefern bisher Videos ohne Werbung an die KundInnen aus – so weit ich es zumindest bisher weiß. Die meisten NutzerInnen in meinem Umfeld finden genau das wirklich toll. Neben dem Punkt, dass sie ganze Serienstaffeln auch am Stück verschlingen können.

Vermutlich wird es auch noch eine Weile so bleiben. Denn Video-on-demand-Anbieter haben mit der Werbefreiheit ein wichtiges Abgrenzungsmerkmal gegenüber dem werbefinanzierten Fernsehen. Und die Videoanbieter wachsen und sind, neben Youtube & Co. sowie der Zerstückelung des TV-Marktes, sicherlich ein Grund für die sinkenden Reichweiten der Fernsehsender. Dieser Reichweitenrückgang wird für TV-Sender insbesondere dann zum Problem, wenn man weiß, wie Werbegelder verteilt werden. Nämlich nach der Reichweite innerhalb der vom Werbenden gewünschten Zielgruppe.

Meine Gedankenkette ist deshalb folgende: Die Video-on-Demand-Anbieter wachsen, die TV-Sender verlieren an Reichweite. Fernsehen wird also für die Werbungtreibenden an Attraktivität weiter verlieren – zumindest in Bezug auf Masse. Somit sucht sich die Werbeindustrie natürlich weitere Wege an die KonsumentInnen zu kommen. Mit Youtube hat sie da womöglich längst einen guten Ersatz gefunden. Facebook und Instagram setzen ebenfalls ganz klar auf Video-Content. Auch die werden einen Teil des Werbekuchens abgreifen können. Je stärker also Video im Netz wächst, desto spannender wird es für Werber. Und somit auch Video on demand. Auf lange Sicht wird sich die Werbeindustrie dringend wünschen, an die Zielgruppen der Video-Services zu gelangen. Deshalb wird es Werbung auch bei Netflix und Co geben – selbst wenn es noch ein ganzes Weilchen dauern könnte. Netflix ist übrigens schon dran am Thema und plant bereits mit Werbung. Immerhin dürfte der Service mit mehr als 60 Millionen Abos der Werbeindustrie erste kritischen Massen präsentieren können. Wichtiger Zusatz: Im Verhältnis zum TV weiß Netflix sehr viel mehr über seine Nutzerschaft durch große Datensätze, die beim Anmeldenprozess für den Service anfallen und die durch die Nutzung der Sendungen noch verfeinert werden.

Auf lange Sicht wird es vermutlich noch viel mehr in Richtung Branded Entertainment bei den Video-Services gehen. Branded Entertainment meint dabei Inhalte, die klar oder weniger klar gekennzeichnet von einem werbenden Unternehmen kommen. Für mich ist da Red Bull der große Vorreiter. Der Konzern betreibt seit vielen Jahren ein eigenes Medienhaus, das Inhalte zu (Fun)Sportarten produziert und über die verschiedensten Kanäle vertreibt, wie z.B. Fernsehprogramm in McDonalds-Filialen.

Kurz zusammengefasst: Werbung wird auch auf Netflix und Co ankommen, weil die dort immer stärker zunehmende Nutzerschaft für die Werbeindustrie sehr verlockend ist. Durch Big Data der Video-Services wird Werbung noch besser ausgesteuert werden können. Und Branded Entertainment wird ebenfalls als neue Werbeform Einzug in Video-Plattformen halten.