Mein erstes Unboxing-Video – #epic!

21. Juli 2014 von Autor/in: Jens  - 

Ich habe mir einen lang gehegten Traum erfüllt und ein Unboxing-Video gedreht. Die Vorbereitungen zu diesem epischen Meisterwerk hatten bereits vor Tagen begonnen. Auf Facebook stieß ich auf das grandiose Angebot eines neuen T-Shirts von nerdcore.de.

Mit feuchten Fingern nestelte ich mich über meine Computertastatur in meinen Paypal-Account und dann direkt auf die Webseite von krasserstoff.de. Dort bestellte ich das Shirt in der passenden Größe und nach Abschluss des Kaufprozesses tanzte ich vor Freude drei Mal das Wort “Olé” um meinen Tisch.

Bereits zwei Tage später erhielt ich ein kleines Päckchen. Diese Vorfreude … unbeschreiblich! Ich hatte bereits alles für das Video vorbereitet. Meine Familie hatte ich tags zuvor in den Urlaub geschickt. Die Wohnung hatte ich zu einem perfekten Homestudio umgebaut. Immerhin wollte ich Hollywood-Niveau erreichen.

Dann hieß es am Samstagabend “Rien ne va plus!” und “Licht aus! Spot an!” – und schon ging es los. In EINEM Take zog ich durch. Ich wusste, es ging um alles. Mein Durchbruch als neuer Stern am Video-Himmel fühlte sich in diesen knapp 4 Minuten ganz ganz nah.

Und JA! Ich bin sooooo kurz davor, dass Hollywood anruft. René von nerdcore.de hat mein Video tatsächlich eingebunden und mich als Urheber mit vollem Namen genannt. Hier der Beweis! Damit ist schon mal die erste Hürde genommen. Ich bin jetzt ein Star in der deutschen Bloggosphäre! Ganz gestimmt.

[Update]: Es sind schon über 850 Views! Gleich ruft Youtube an und nimmt mich unter Vertrag. Ischwör!

Und hier ist es. DAS WERK!

Bonaparte – Riot In My Head

16. Juli 2014 von Autor/in: Jens  - 

Auch sehr lecker again.

Jungle – The Heat

16. Juli 2014 von Autor/in: Jens  - 

Jungle – The Heat from Jungle on Vimeo.

Mich kriegt man ja immer mit guten Tanzeinlagen. Und Rollschuh-Dancers, das ist natürlich mega! Insbesondere deshalb, weil ich mich mit Rollschuhen früher gnadenlos auf die Fr… gepackt habe.

Yakoto – Perfect Timing

16. Juli 2014 von Autor/in: Jens  - 

Es ist Sommer und die schönen Single, die Appetit auf die vielen kommenden Alben machen sollen, flattern nur so durch das Internetz. Deshalb hier gleich mal das neue Filmchen der sehr angenehm zu hörenden Yakoto.

International Zapping

30. Juni 2014 von Autor/in: Nic  - 

Fernsehen in anderen Laendern kann schon interessant sein. Mal abgesehen vom Castingshoweinheitsbrei auf der Suche nach dem naechsten Sternchen, der mir bis dato schon in fuenf verschiedenen Sprachen entgegennervte.

An Italiens Veline, wie die spaerlich bekleideten Anheizmaedchen im italienischen Fernsehen heissen, bin ich inzwischen gewoehnt. Oder grottige ostueropaeische Sychronisationen von Filmen, in denen ein Sprecher die Texte aller Darsteller uebersetzt. Oeffentlich-rechtliches Fernsehen nachts um 3 Uhr kann entweder furchtbar gruselig sein auf grund von Dauerwiederholungen uralter deutscher Fernsehfilme oder spannend, wenn eine gute Doku, ein spannendes Magazin oder ein Independentfilm auf leider undankbare Sendezeit verbannt wurden. Gekocht wird querbeet ueber den Globus, mal mit, mal ohne Jamie Oliver. Ohne Fussball geht es grad auch nirgendwo.

Die Sitcom in der brasilianischen Favela verstehe ich leider nicht ganz, also habe ich mich dann an einer brasilianischen Comedy Late Night Show versucht. Kalkofe  und Raab haetten ihre Freude gehabt. Weiss Naddel eigentlich, dass hier ohne ihre Anwesenheit pralle Hintern in einem TV-Wettbewerb vermessen werden? Sie war doch mal Vorreiterin im Bruestewiegen! Und Lady Gaga ist mit einem ultimativen gaga Fussballfan-Outfit auch spaet dran. Panini-Sticker kann man naemlich auch *huestel* anziehen. Da vermiss ich fast Angies Hosenanzugkombinationen und die Geissens.

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fuppes

26. Juni 2014 von Autor/in: Jens  - 

auf den ohren arcade fire
zu fuß durch die stadt,
die an mir vorbeihastet

menschen im fast-forward-modus
drängeln, lachen lauter, aufgeregter

mädchen kichern, jungs grölen
die mutter treibt die kinder heim
der mann hastet mit sixpack aus dem späti

schlecht sitzende shirts sollen identität spendieren
endorphine und adrenalin wabbern durch die luft

die hupen klingen gereizter
die glocken patriotischer
fahnen buhlen um aufmerksamkeit
umd markieren ein revier

… nach dem anpfiff …
gespenstische stille.

fußball, du dreckige macht spielst ein heuchlerisches stück.

Public Viewing

23. Juni 2014 von Autor/in: Nic  - 

Sollen doch andere zum offiziellen WM-Public Viewing an die Copacabana gehen…. Wer jetzt denkt, jeder der in Brasilien bei oder fuer die WM arbeitet, verbringe seine Tage genau hier, weit gefehlt. Das ist einer dieser sorgfaeltig ausgewaehlten Selfie-Facebook-Momente à la”Kuckt mal alle her was ich gepostet habe, tolles Leben, was?!” Der Rest ist verdammt unglamouroes. Und findet abseits von Strand, Stadion und Sightseeing in fensterlosen Grossraumbueros statt. Nach dem Match ist vor dem Match, jeden Tag.

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Facebook vs. Real Life Strandleben :)

Wirtschaftsaufschwung macht fett?

21. Juni 2014 von Autor/in: Nic  - 

Momentan wird man von allen Seiten zugeballert mit Stories ueber brasilianische Strandschoenheiten in knapper Kleidung an der Copacabana oder Ipanema. Jungs und Maedels da draussen, lasst euch nichts einreden!

Die beiden Straende sind in etwa so toll wie ein All-inclusive-Urlaub in Riminis Bettenburgen und diese vielzitierten Augenweiden flanieren zwar dort aber man muss auch ganz schoen suchen. Die Haelfte der Brasilianer ist naemlich einfach mal ordentlich uebergewichtig. Kugelbaeuche und ausladende Hinterteile fuer die man in Europa kaum Klamotten findet so weit das Auge reicht. In etwa so sexy wie Cindy aus Marzahn oder Ronaldo fuenf Jahre nachdem er mit dem Spielen aufgehoert hat. Nicht sexy und rund sondern extrem ungesund. Was einen bei den brasilianischen Essgewohnheiten nicht weiter wundert – da klatschen Kohlehydrate, Fett, Zucker und Fastfood fast taeglich in die Haende. Wobei das hier nicht als Kritik an selbigen Menschen gedacht ist, sondern an der selektiven Darstellung. Als wuerden lecker Surfer mit Waschbrettbaeuchen und exotische Maedels mit Knackaerschen in Brasilien auf Baeumen wachsen. Sorry, dass ich jetzt ein paar Traeume kaputt gemacht habe. Wollte ick nur mal jesacht haben. Horst kann weiter gemuetlich im ausgeleierten Unterhemd sein Pils beim naechsten Schlandspiel kippen und seine Elfriede muss sich keinen Bikini kaufen um Schnittchen zu servieren.

Astairre mit “1984″ – aus Köln für dich und dich und dich und dich!

17. Juni 2014 von Autor/in: Jens  - 

Astairre – 1984 (Official Music Video) from Astairre on Vimeo.

Der Johnny hat da so eine neue junge fesche Band aus Köln aufgetan. Und ihr feiner Song “1984″ ist mal ein schönes Statement zum Thema “Zeitgeist”. So in der Art waren wir damals auch drauf, als wir in der Hochzeit der “Mayday” kleine, feine “Anti-Mayday”-Parties feierten, draußen am Rande der Stadt anno 1995 oder so. Da finde ich mich gut wieder.

Coucou!

15. Juni 2014 von Autor/in: Nic  - 

Eigentlich wollte ich diesen Blog mit diversen Artikelchen und Fotos als Expat in Paris bestuecken. Zum Beispiel wie chic und teilweise zu Tode gentrifiziert einige Stadtteile sind, dass einem in Berlin angst und bange werden kann. Oder der Frage nachgehen, ob die Pariser im Durchschnitt alle so duenn aussehen, weil nicht nur das Essen so teuer ist? Ueber 11qm WG-Zimmer fuer 700 Euro oder 19 qm 1-Raumwohnungen und viel zu enge Buergersteige. Was wiederum vielleicht dazu fuehrt, dass draussen Cafès, Bistros und Restos proppevoll sind?

Darueber, dass der Pariser Hipster keine Jutebeutel traegt, Anoraks oder Turnschuhe, sondern Maentelchen, grosse Schals, teure Handtaschen und Absatz. Ueber das Geruecht, dass Franzosen einen nicht verstehen wollen, wenn man kein oder nur schlechtes Franzoesisch spricht, was sich nicht bewahrheitet hat. Ueber die tolle Kunst-und Streetart Szene, ghettoisierte Stadtviertel und trotzdem irgendwie mehr Integration im Stadtbild als in Deutschland. Ueber das U-Bahnfahren, was taeglich einem gratis Rugby-Training gleichkommt, weil die Metro aus allen Naehten platzt. Ueber U-Bahntickets und Restaurantschecks, die ein Unternehmen ihren Mitarbeitern ausgeben muss, sobald es eine bestimmte Anzahl an Angestellten hat.

Darueber, wie klein das eigentliche Paris ist und alle dem Charme einer Stadt hinterhersuchen, die es wahrscheinlich nur bis in die Zwanziger oder Siebziger gab. Darueber, dass Paris Berlin toll findet und andersherum. Wie wenig Rollstuhlfahrer, Kinderwagenschieber oder Radfahrer man im Vergleich zu Berlin sieht. Darueber, dass dauernd irgendwo gegen etwas demonstriert und gestreikt wird, sich die Franzosen aber eben Dinge wie eine 35h-Woche-darueber gibt-es-Aufschlag-im-Stundenlohn durch Proteste und demokratische Prozesse erarbeitet haben. Und jetzt trotzdem die Front National ins Europa-Parlament eingezogen ist. Darueber, dass man sich staendig fragt, wie sich ein Normalsterblicher diese Stadt leisten kann und wie erschreckend viel Armut und Dekadenz sichtbar ist. Wieviel Spass es macht, diese Stadt zu entdecken. Aber irgendwie hatte ich so viel mit dem analogen Entdecken zu tun, dass ich nicht zum Bloggen/Schreiben gekommen bin. Und jetzt bin ich leider schon wieder weg. Tschuldigung.